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📖 Glossar — Meshtastic-Begriffe kurz erklärt

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SNR (Signal-Rausch-Abstand, dB)
Wie weit das Nutzsignal über dem Rauschen liegt. LoRa dekodiert dank Spreizung auch Signale unter dem Rauschen — je nach Modem-Preset bis etwa −7 dB (kurze Presets) bzw. −20 dB (Long Slow). Faustregel: > 5 dB sehr gut, um 0 dB solide, deutlich negativ = grenzwertig.
RSSI (Received Signal Strength Indicator, dBm)
Absoluter Empfangspegel. Typische LoRa-Werte liegen zwischen ≈ −60 dBm (sehr nah/stark) und ≈ −125 dBm (Empfangsgrenze). Anders als SNR unabhängig vom Rauschpegel — beide zusammen ergeben das Bild.
Noise Floor (dBm)
Grundrauschen am Empfänger (Umgebungsstörungen + Empfängerrauschen). Näherung: RSSI ≈ Noise Floor + SNR. Neuere Firmware meldet ihn in den LocalStats.
Hop

Eine Weiterleitung durch einen Relay-Node (Meshtastic-Zählweise: direkt = 0 Hops). Jeder Hop erhöht Latenz und Airtime-Verbrauch; das Hop-Limit (Standard 3, max. 7) begrenzt die Reichweite. Nicht verwechseln mit der Zahl der Funkstrecken:

Verbindung Hops (Relay-Weiterleitungen) Funkstrecken
A → B 0 1
A → R1 → B 1 2
A → R1 → R2 → B 2 3
Airtime
Die Zeit, die eine Aussendung den Funkkanal belegt. Gemeinschaftsressource: Je länger das Modem-Preset und je mehr Pakete/Hops, desto weniger Kapazität bleibt für alle anderen.
Channel Utilization (Kanalauslastung, %)
Anteil der Zeit, in der der Kanal belegt ist (eigene + fremde Aussendungen). Dauerhaft über ~25–40 % wird kritisch — Pakete kollidieren und gehen verloren.
Modem-Preset (z. B. Short Slow, Long Fast)
Kombination aus Bandbreite und Spreading Factor. „Short"-Presets = höhere Datenrate, kürzere Airtime, weniger Reichweite; „Long"-Presets umgekehrt. Alle Nodes eines Meshes müssen dasselbe Preset nutzen.
MQTT
Internet-Brücke zwischen Mesh-Inseln: Gateways heben Pakete auf einen Broker und zurück. Praktisch für Reichweite — aber ein „Nachbar via MQTT" ist kein Funk-Nachbar. Der Client kennzeichnet MQTT-Strecken deshalb getrennt.
Direct Neighbors / echte HF-Nachbarn
Nodes, die nachweislich direkt über Funk gehört wurden (0 Hops, kein MQTT) — belegt durch eigenen Direktempfang, Traceroute-Teilstrecken oder NeighborInfo-Pakete.
NeighborInfo
Paket-Typ, mit dem ein Node selbst meldet, wen er direkt hört — eine der drei Beweisquellen für echte HF-Nachbarn.
Traceroute
Diagnose-Anfrage, die den Pfad zu einem Ziel-Node aufzeichnet: jede Station trägt sich mit per-Hop-SNR ein (Hin- und Rückweg).
PKI (Public-Key-Infrastruktur)
Schlüsselpaare (X25519) für verschlüsselte Direktnachrichten und Admin-Zugriff. Der Client entschlüsselt PKI-DMs client-seitig (AES-256-CCM) und verwaltet bekannte Public Keys in node_keys.csv.
NodeDB
Die Node-Datenbank eines Geräts: alle je gehörten Nodes mit Namen, Position, Telemetrie-Ständen. Der Client lädt sie beim Verbinden und reichert sie mit eigener Telemetrie-Historie an.
LocalStats
Statistik-Telemetrie neuerer Firmware: Noise Floor, RX gesamt/fehlerhaft/Duplikate, TX/Relay-Zähler, Nodes online. Grundlage für Raten (Pakete/h) und die Funk-Overlays.
precision_bits (Positions-Genauigkeit)
Meshtastic kann Positionen bewusst vergröbert senden (z. B. 13 Bit ≈ ±2,9 km). Der Client zeigt und verrechnet diese Unschärfe (etwa bei der Standort-Schätzung).
Fresnel-Zone
Ellipsenförmiger Raum um die Sichtlinie einer Funkstrecke, der für sauberen Empfang weitgehend frei sein muss (Faustregel: 60 % der 1. Zone). Ragt Gelände hinein, entsteht Zusatzdämpfung — das Höhenprofil des Clients zeigt genau das.